WM 2030: Verband hat Valencia nicht vorgeschlagen
Bei der Weltmeisterschaft 1982 durfte das Mestalla, damals noch Estadio Luis Casanova, drei Partien austragen. Und bei der nächsten WM auf spanischem Boden? Möglicherweise gar keines – stellvertretend für die ganze Stadt Valencia, immerhin die drittgrößte in Spanien.
Denn als Verband RFEF am Donnerstag eine Liste mit elf WM-Stadien der FIFA vorgestellt hat, fehlte Valencia auf dieser. Weder das alte Mestalla noch das Estadio Ciutat de Valencia von UD Levante als möglicher Plan B noch das neue Mestalla wurden auf dieser berücksichtigt. Eine Tatsache, die dem FC Valencia sauer aufstößt.
Nou Mestalla: 2007 begonnen, 2009 abgebrochen, neue Baugenehmigung ist da
So haben die Fledermäuse am Freitagabend eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der sie sich „bedauert und überrascht“ über diese Nichtberücksichtigung gezeigt haben. Der Grund, warum der Verband Valencia ausschließt, liegt auf der Hand: die seit Jahren nicht vorangehenden Umbauarbeiten des Klubs.
COMUNICADO OFICIAL | MUNDIAL 2030
https://t.co/R7MYboNYtX pic.twitter.com/9fA5xgG2RH
— Valencia CF (@valenciacf) July 19, 2024
Das lässt der FC Valencia jedoch nicht auf sich sitzen und teilt mit, man habe „am 28. Juni mitgeteilt, die Bedingungen akzeptiert“ zu haben, um rechtzeitig ein WM-taugliches Stadion zu eröffnen.
So hatte der Klub erst am 12. Juni bekannt gegeben, dass es auf der ewigen Baustelle des Nou Mestalla nun bald weiter gehen solle. Denn nach etlichen Anlauf-Versuchen hat die Stadt Valencia nun die Genehmigung erteilt für eine Fortsetzung des Baus. 2007 wurde mit dem Bau begonnen, 2009 brach dieser unter anderem aufgrund finanzieller Probleme ab – seitdem ist auf der Bauruine in Valencias Norden kein Stein mehr bewegt wurden. Auch jetzt noch nicht – aber die rechtliche Grundlage für eine Fortführung ist da, um wie es der Klub formuliert „fristgerecht“ fertig zu werden.
FC Valencia will kämpfen und hofft auf noch nicht finale Liste
Nun will der FC Valencia mit seinem umstrittenen Präsidenten Peter Lim kämpfen und über den öffentlichen Weg „jedem Gremium beweisen“, dass das Nou Mestalla „innerhalb einer mehr als ausreichenden Frist realisiert“ wird, damit eine derartige Sportstätte mit 70.000 Plätzen nicht von einem derartigen Turnier ausgeschlossen wird. Entsprechend hoffen die Valencianos, dass die vom Verband veröffentlichte Liste „nicht endgültig ist“ und „noch einmal überdacht wird“.
COMUNICADO OFICIAL | Concedidas las licencias urbanísticas del Nou #Mestalla
— Valencia CF (@valenciacf) July 12, 2024